Diese 5 Regeln schützen Verbraucher gegen Kryptobetrug

Uns erreichen täglich Hunderte Anfragen. In den meisten Fällen geht es um Direkthilfe für Betrugsopfer, die ihr Geld zurückfordern wollen. Während so mancher Betrüger im Nachgang feststellen muss, dass er keinesfalls anonym ist und von der Polizei aufgespürt werden kann, möchten wir mit diesem Artikel gerne Präventionsarbeit leisten. Denn noch immer herrscht in Deutschland wenig Aufklärung darüber, wie Betrug im Internet abläuft und wie man sich davor schützen kann.

Dabei muss man keinesfalls ein Experte für Kryptowährungen oder Anlagegeschäfte sein, um sich wirksam zu vor Betrügern zu schützen. Wir möchten, dass Sie von unserem Erfahrungsschatz profitieren können, bevor Sie zu Schaden kommen. Im Folgenden beschäftigen wir uns also mit 5 einfachen Regeln, die nicht nur Kryptobetrug verhindern, sondern auch ganz allgemein dem Schutz von Internetnutzern dienen.

Vorsicht bei unaufgeforderten Kontaktanfragen

Egal, ob per E-Mail oder per WhatsApp: nehmen Sie sich vor Fremden in Acht! Das Internet macht es Betrügern einfach, ihre Opfer automatisiert und massenhaft anzusprechen. Die Kontaktanbahnung erfolgt auf ganz unterschiedlichem Wege. Ein einfaches „Hallo“ und ein nettes Profilbild im Messenger-Profil ist eine der häufigsten Methoden, denn so können die Täter schnell prüfen, wer überhaupt anspringt. Würden Sie sich von jedem auf der Straße von der Seite ansprechen lassen und womöglich persönliche Informationen über sich preisgeben? Sicherlich nicht und im Internet sollte man das ebenfalls vermeiden.

Noch schwieriger wird die Angelegenheit im Bereich Dating, denn hier setzen Betrüger verstärkt darauf, eine emotionale Bindung aufzubauen und das Opfer auszubeuten. Die unaufgeforderten Kontaktanfragen sind in diesem besonderen Fall deutlich schwieriger zu erkennen. Was diese Tinderschwindler und Broker-Betrüger genau im Schilde führen, können Sie ergänzend im verlinkten Artikel nachlesen.

Finanzen sind kein Thema

Besprechen Sie mit Verwandten, Kollegen, Freunden und Bekannten regelmäßig Ihren Kontostand? Wenn nicht, dann sind Sie nicht allein, denn in Deutschland ist es Teil der Kultur nicht offen über finanzielles zu sprechen. In anderen Ländern sind die Gepflogenheiten diesbezüglich anders, aber man ist gut beraten, im Internet das Thema Finanzen im Kontakt mit Fremden zu vermeiden. Oft gehen die Täter geschickt vor und tarnen ihren Betrug als Finanzberatung oder Brokergeschäft. Unser Rat: Vermeiden Sie generell mit Fremden über diese Themen zu sprechen! Es ist höchst unwahrscheinlich, dass Sie sich eine lukrative Gelegenheit entgehen lassen, wenn Sie entsprechende E-Mails und Chatnachrichten ignorieren.

Unserer Erfahrung nach sind in erster Linie Menschen gefährdet, die in öffentlichen Chat- und Social-Media-Gruppen aktiv sind, die sich mit dem Thema Investment beschäftigen. Hier ist klar ein Muster zu erkennen, denn die Betrüger richten sich an den Interessen der Opfer aus und haben mit ihren unverschämten Angeboten leider eine höhere Erfolgsquote.

Erst prüfen, dann unterschreiben

Viele Betrugsopfer werden nicht aktiv von Betrügern angesprochen, sondern fallen auf Webseiten von Scheinunternehmen herein. Diese geben etwa vor, dass sie ein erfolgreiches Börsengeschäft am internationalen Kryptomarkt betreiben. Für viele Interessenten ist es problematisch diese Werbung einzuschätzen, weil ihnen die Erfahrung mit dem Thema fehlt und sie keinen Überblick zu seriösen Anbietern haben. Wir prüfen gerne für Sie, ob ein Anbieter seriös ist und was Sie von ihm zu erwarten haben. Treten Sie dazu gerne mit uns in Kontakt.

Alternativ können Sie sich im Register der BaFin überzeugen, ob der Anbieter registriert ist. Weil viele Unternehmen im Ausland sitzen, ist das aber nicht sonderlich effektiv, denn sie registrieren sich in aller Regel nicht in Deutschland. Übrigens, was für Broker gilt, das gilt auch für Onlineshops und alle anderen Geschäfte im Internet. Betrüger fälschen Seiten und haben es extrem leicht. Prüfen Sie deshalb immer ein korrektes Impressum und machen Sie sich in einschlägigen Bewertungsportalen schlau.

IT lernen und verstehen

Ein weiteres Problem, welches viele Betrugsopfer plagt, ist ein fehlendes Verständnis für den Umgang mit moderner IT. Hier geht es nicht um aufwändige Schulungen oder gar eine Zertifizierung, sondern um die Umsetzung bestimmter Regeln und Standards. Das betrifft den Umgang mit E-Mails und Messengern, aber auch Themen wie Passwortsicherheit, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Virenschutz und Firewalls. Es gibt viel, was man tun kann, um Datenklauund Identitätsdiebstahl zu vermeiden.

Das ist eine ganze Menge, wenn man bei null anfängt, lohnt sich aber unbedingt. Denn Kriminelle setzen verstärkt auf Phishing und das Einschleusen von Schadsoftware. Durch Phishing können Seed Phrases oder Passwörter zu Ledgers gestohlen werden, um so Krytowährungen unsichtbar zu stehen. Dabei geht es ihnen nicht nur um das Geld der Geschädigten, sondern auch um deren Daten. Damit planen oder begehen sie im Anschluss an den Diebstahl zumeist weitere Verbrechen. Wer nicht weiß, wo er anfangen soll, der findet auf der Webseite des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik entsprechende Ratgeber und Material.

Dieses Wissen und Können ist also nicht nur notwendig, um die Welt der Kryptowährungen zu navigieren, sondern ist auch im Alltag ungemein nützlich. Wer im Büro arbeitet, dürfte die ein oder andere empfohlene Vorgehensweise wiedererkennen und keine großen Schwierigkeiten haben, seine Bildungsreise anzutreten.

Sparsamkeit mit Daten

Datenschutz gehört für uns in Europa zum Selbstverständnis und ist gesetzlich verankert. Unternehmen sind in der Pflicht zu offenbaren, welche Daten sie erheben und den Zweck sowie die Verarbeitungsgrundlage klar benennen können. Doch das Internet ist ein globaler Raum, der sich von der EU nur bedingt regulieren und überwachen lässt. Man muss also gut auf seine Daten aufpassen und sollte nicht vorschnell etwaige Kontaktformulare ausfüllen oder Anfragen nach personenbezogenen Daten beantworten. Das Gleiche gilt für sämtliche Profile auf Social Media. Was wir dort preisgeben, können andere mitunter verwerten. Marketing-Abteilungen sind dabei noch die harmlosen Spieler auf dem Feld, denn sie sammeln zwar Daten, begehen aber keine Verbrechen. Für Betrüger sind Daten hingegen eine wahre Goldgrube, denn sie helfen ihnen, potenziell Opfer und deren Interessen zu identifizieren.

Übertriebenes Misstrauen ist zwar nicht angebracht, aber man sollte in jedem Fall immer ein Auge darauf haben, wie man sich öffentlich präsentiert und was man von sich preisgibt.

Fazit

Wer sein eigenes Verhalten im Internet an diesen simplen Regeln ausrichtet, geht Betrügern nicht so leicht ins Netz. Wenn Sie das Gefühl haben betrogen worden zu sein oder bereits vor einem substanziellen Schaden stehen, nehmen Sie bitte jederzeit gerne Kontakt zu uns auf. Über unser Kontaktformular können Sie ihren Fall schildern und erhalten von unserem erfahrenen Team zeitnah eine Antwort, wie wir Ihnen helfen können. Eine erste forensische Einschätzung ist bei uns natürlich kostenfrei und verbindlich.

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