Das dezentralisierte Web explodiert vor wirtschaftlicher Aktivität und hat das Potenzial für unglaubliches Wachstum. Leider zieht dieses Wachstum auch viele Betrüger und Diebe an. Wir vertreten viele Anleger, die durch Rugpulls oder Airdrop Betrug bei Metamask alle Tokens verloren haben. In diesem Beitrag geben wir Einblick in die Hintergründe und Funktionsweise dieser Betrugsmaschen.

Was ist ein Rugpull?

Ein Rugpull ist der Begriff, der populär geworden ist, um das Web3-/Defi-Äquivalent dessen zu beschreiben, was in traditionellen Finanzsystemen als Schneeballsystem genannt wird; ein verwandtes Konzept ist das des „Pumping and Dumping“.

Es gibt nicht nur einen Token oder eine Kryptowährung pro Blockchain. Auf der Ethereum-Blockchain ist eine unglaubliche Anzahl von Kryptowährungen gespeichert, und die Erstellung einer neuen Kryptowährung ist ein ziemlich unkompliziertes, einfaches Verfahren. Kryptowährungen sind nicht nur leicht zu erstellen, sondern man kann sie auch benennen, wie man will. Das macht es sehr schwer, legitime Token zu identifizieren.

Diejenigen, die mit Kryptowährungen spekulieren, betreiben häufig „Pumping and Dumping“, d. h. sie kaufen eine große Menge eines bestimmten Tokens, um den Preis in die Höhe zu treiben, und verkaufen sie dann mit Gewinn. Dieser einfache Mechanismus wird auf eine ganz andere Ebene gehoben, wenn eine Einzelperson oder eine Gruppe von Einzelpersonen einen Token nur zu dem Zweck kreiert, einen Wert zu erzielen.

Wie funktioniert „Pumping and Dumping“?

Ein Token wird erstellt. Der Token wird durch Airdrops, Anzeigen und Spamming in den sozialen Medien beworben.
Der Preis des Tokens wird in die Höhe getrieben, oft auf koordinierte Weise zwischen mehreren Parteien. Unvorsichtige Anleger stürzen sich auf den Token und kaufen, weil sie glauben, dass der Wert in die Höhe schießt und sie einsteigen wollen, solange der Token noch relativ günstig ist.

Wenn der Wert des Tokens das von den Erstellern angestrebte Ziel erreicht, oder wann immer sie sich dazu entschließen, liquidieren die Betrüger ihre Anteile oder tauschen sie gegen eine andere Kryptowährung ein, wodurch der Wert des Tokens möglicherweise unter den Wert fällt, den er hatte, als die unvorsichtigen Anleger gekauft hatten.

Der unvorsichtige Anleger hat seinen Wert verloren und bleibt mit Token zurück, die so gut wie nichts wert sind.

Pumping and Dumping – was tun um nicht Opfer zu werden?

Stellen Sie Nachforschungen an. Wie lange gibt es den Token schon? Werfen Sie einen Blick auf einen Block-Explorer, und versuchen Sie herauszufinden, wie die Verteilung des Tokens aussieht. Gibt es eine Handvoll Konten, die einen Großteil der Token halten? Wird der Token auf Chat-Plattformen aggressiv verhökert? Hat der Token einen echten Nutzen – wird er beispielsweise in einem Videospiel verwendet? Oder handelt es sich nur um einen von einem Meme inspirierten Token?

Nur weil ein Diagramm einen unglaublichen Anstieg zeigt, heißt das nicht, dass dieser Anstieg auch anhalten wird. Derartige Diagramme sind in der Regel gefälscht. Diese Betrugsmaschen sind bei Metamask bekannt. Letzten Endes handelt es sich aber um ein dezentralisiertes Web, und Sie sind der Verwalter Ihrer Token. Nur Sie können entscheiden, in welche Projekte Sie investieren wollen. Hier kann man leider ganz schön daneben langen (wirtschaftlicher Misserfolg) oder zum Opfer eines Betrugs werden (z.B. bei einem Rugpull, wie DCPTG).

Was tun bei Airdrop Betrug bei MetaMask: Kostenloses Geld fällt nicht (immer) vom Himmel

Viele Geschädigte berichten über Tokens, die nach einem Airdrop bei MetaMask gestohlen wurden. Ein Geschädigter schrieb uns:

„Ich bin auf ein Airdrop auf X / Twitter reingefallen. Ich habe auf ein Link gedrückt und mein Metamask Wallet hat sich mit ein anderen verbunden.. meine Beam Coins wurden alle transferiert. Ich habe mal ein wenig verfolgt und es wurde geswapt zu Etherium. Verlust: 19.000 Euro.“

Sie fragen sich jetzt: Wie kann das sein. Wir fangen mal mit den Grundlagen an:

Was ist ein Airdrop?

Airdrops haben nichts mit Datentransfer bei Apple iPhones zu tun. 😀 Ein Airdrop besteht darin, dass ein Token-Schöpfer eine bestimmte Menge an Token an Ethereum-Adressen sendet – vielleicht nach Zufallsprinzip, vielleicht aus einer Liste von Nutzern einer bestimmten Dapp, Sidechain oder Telegram-Gruppe. Es gab eine Zeit, in der es ziemlich üblich war, einen Airdrop als Teil einer Einführungskampagne für einen neuen Token zu verwenden.

Airdrops haben eine lange Geschichte auf Web3 und sind ein großartiges Instrument für die Ersteller eines neuen Projekts, um ihren Token in die Hände der Nutzer zu bringen, und eine großartige Gelegenheit für Web3-Teilnehmer, von ihrer Präsenz im Ökosystem zu profitieren.

So geht der Airdrop Betrug

Leider sind Airdrop-Betrügereien ein Angriffsvektor, der aktiv entwickelt wird, und neuartige Ausnutzungen des Smart-Contract-Codes könnten neue Arten von Betrügereien hervorbringen. Dennoch gibt es ein gängiges Muster:

Ein Wallet-Inhaber sieht sich seine Wallet auf einem Blockchain-Explorer an und stellt fest, dass er einige neue Token – vielleicht sogar Millionen eines neuen Tokens – erhalten hat, für die er nicht bezahlt hat. Herzlichen Glückwunsch, Wallet-Inhaber, Sie sind der Empfänger eines Airdrops!

„Nun,“ sagt der Besitzer der Brieftasche zu sich selbst, „ich habe nichts für diese Token bezahlt und sie sind mir auch nicht besonders wichtig. Ich frage mich, ob ich etwas dafür bekommen kann. Ich werde zu einer Token-Tauschbörse gehen.“

Der Wallet-Inhaber versucht, die Token zu tauschen / swappen – vielleicht gegen ein paar ETH – und nichts scheint zu passieren. Verwirrt ruft der Wallet-Inhaber den Block-Explorer auf und sieht eine Meldung (Pfeil!), die dem Möchtegern-Token-Millionär auf etwas kryptische Weise mitteilt, dass er auf eine Drittanbieter-Website gehen muss, um seine Token zu erhalten. Und hier lauert die Gefahr!

Phishing bei Airdrops: Welche Gefahren lauern auf den Websites von Drittanbietern?

Der Anleger kann dazu verleitet werden, seine geheime Wiederherstellungsphrase (Seed Phrase) auf der (Phishing-)Website einzugeben, um den Airdrop zu erhalten, wodurch die Betrüger die Kontrolle über die gesamte Geldbörse erhalten. Schnell loggen sich die Betrüger in Ihre MetaMask Wallet ein und räumen das Konto leer. 

Der Angriff kann aber auch subtiler sein. Um die Geschichte eines Nutzers zu paraphrasieren: „Sie fordern Ihre Token an, und MetaMask meldet sich mit einer Bestätigungsnachricht. Sie bestätigen die MetaMask-Transaktion, aber was Sie nicht wissen, ist, dass Sie der Seite die Erlaubnis geben, Ihre Token zu nehmen, anstatt Ihnen Token zu geben.

Airdrop Betrug – was tun? So schützen Sie sich richtig

MetaMask ist sich dieser Betrügereien bewusst und arbeitet aktiv an Verbesserungen, um sie zu verhindern, aber im dezentralen Web sind Sie das wichtigste Mitglied des Sicherheitsteams. Wenn Sie sich bei einem Produkt nicht sicher sind, schauen Sie sich ein wenig um. Fragen Sie in (seriösen) Foren. Geben Sie sich nicht der Angst hin, dass die Token nichts mehr wert sind, wenn Sie sie jetzt nicht verkaufen – schließlich sind die Bruchteile einer ETH, die Sie durch den Verkauf verdienen könnten, es nicht wert, dass Ihre Brieftasche aufgelöst wird. Geben Sie niemals, niemals, niemals Ihre geheime Wiederherstellungsphrase an eine Website oder an jemanden im Internet weiter. Niemals.

Was tun bei Airdrop Betrug: Kostenlose Ersteinschätzung anfordern!

Wenn Sie merken, dass Sie durch ein Rugpull betroffen sind oder durch einen Airdrop Dritten Zugriff auf Ihr Konto gegeben haben, nehmen Sie bitte direkt Kontakt mit uns auf.

Schritt 1: Broker-Betrug melden:

Über unser Kontaktformular können Sie Ihren Fall melden:

https://www.kryptobetrugshilfe.de/#kontakt

Die Meldung ist für Sie immer unverbindlich, kostenfrei und 24/7 möglich. Jede Nachricht wird von unserem Team gelesen und bewertet.

Schritt 2: Schnelle Kontaktaufnahme

Unsere Forensiker nehmen sofort Kontakt zu Ihnen auf, um alle wichtigen Informationen für eine erste Einschätzung von Ihnen zu erhalten (z.B. Wallet-Adressen, Transaktions-IDs) uvm.; keine Sorge: Alles wird Ihnen Schritt für Schritt erklärt.

Schritt 3: Kostenlose Ersteinschätzung

Sie erhalten eine kostenlose erste Einschätzung zu Erfolgsaussichten Ihres Falls aus forensischer Sicht. Dabei erfahren Sie auch, ob der Broker als seriös oder unseriös/ betrügerisch bewertet wird und ob und wie man konkret weitermachen kann.

Schritt 4: Weitere Schritte für eine Zusammenarbeit

Unser Team erklärt Ihnen die Leistungen unserer Rechtsanwälte und der Forensiker in einem persönlichen Telefonat. Keine Sorge: Niemand drängt Sie dazu, sich sofort zu entscheiden. Schlafen Sie nochmal eine Nacht drüber. 😉

Schritt 5: Leistungsphase

Sie haben sich für uns entschieden? Wunderbar – es kann los gehen. Sobald alle Einzelheiten geklärt sind, sind unsere Forensiker und ggf. Privatermittler am Start, begleitet von unserem Anwaltsteam in Deutschland, Schweiz und Österreich. Sobald unsere Rechtsanwälte alle Informationen erhalten haben, prüfen wir Ihren Fall aus rechtlicher Sicht, beraten Sie zu allen Rechtsfragen und vertreten Sie gegenüber Behörden. Wir übernehmen gerne die Führung, aber informieren Sie über jeden Schritt.

Kryptobetrugshilfe Erfahrungen: Anwälte und Forensiker helfen sofort

Wir haben Kryptobetrügern den Kampf angesagt: Unsere Blockchain-Forensiker, allen voran Timo Züfle, setzen dort an, wo Sie Ihr Geld verloren haben: Über die Wallet-Adressen und Transaktions-IDs nehmen wir sofort wieder die Spur des Geldes auf, um schnell zu ermitteln, wo Ihr Geld gelandet ist. Haben Sie Geld auf Bankkonten überwiesen – kein Problem!

Wir erstellen alle Gutachten, die nötig sind, um die Strafverfolgungsbehörden in die gute Lage zu versetzen, ohne weitere Zwischenschritte (z.B. die Einholung von Gutachten bei überlasteten Forensikern der Polizei) tätig zu werden. Die ermittelnden Polizeibeamten begleitet Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch, Fachanwalt für IT-Recht mit seinem Team auf diesem Weg und unterstützt sie tatkräftig, um schnell die richtigen Schritte einzuleiten.

Damit die Strafverfolgungsbehörden eine Strafanzeige zu einem Krypto-Betrug oder Broker-Betrug annehmen, begleitet Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch die Ermittlungen von Anfang an. Wenn Sie bereits Strafanzeige erstattet haben, übernehmen wir gern den Kontakt mit den zuständigen Kripo-Ermittlern. Nichts überlassen wir dem Zufall, um den Strafverfolgungsbehörden weltweit alle Spuren und Beweise auf dem Silbertablett zu präsentieren. Bei Parallelitäten greifen wir zum Hörer, um polizeiliche Ermittlungen zu vereinen.

Nicht ohne Stolz muss ich sagen: Unser Erfolg gibt uns Recht: In mehr als jedem zweiten Fall konnte durch unsere Intervention verhindert werden, dass weitere Vermögensdelikte begangen wurden. Dutzende Geldwäscher und Finanzagenten konnten gefasst werden, viele sitzen heute in U-Haft oder wurden bereits verurteilt. Es ist uns in vielen, teils spektakulären Fällen gelungen,  Täter und Teilnehmer zu identifizieren und Vermögensarrestanträge durchzusetzen, um Konten bei Exchanges (Kryptowährungsbörsen) „einzufrieren“. Durch das „Einfrieren“ von Wallets wird verhindert, dass das Geld „abfließt“. Neues Geld kann aber weiterhin gutgeschrieben werden – grandios für die Geschädigten, um höhere Rückzahlungen (Wertersatz) zu bekommen.

Auf unseren Erfolgen ruhen wir uns nicht aus, sondern beteiligen uns aktiv daran, die Ausbildung von Kriminalpolizeibeamten zu verbessern. Rechtsanwalt Dr. Marc Maisch und Timo Züfle sind daher als Dozenten an der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit, Bachelorstudium „Kriminalpolizei“, Vertiefungsrichtung „Cyberkriminalistik“, tätig, um Kriminalpolizeistudenten (BA) zu schulen.

Wenn Sie Opfer von Kryptobetrug geworden sind, nehmen Sie bitte rasch Kontakt zu uns auf:

www.kryptobetrugshilfe.de

Wir freuen uns immer, wenn wir helfen können. Mit einer kostenfreien ersten Einschätzung klären wir gemeinsam, ob es Sinn macht, den Fall zu übernehmen, bevor unnötige Kosten entstehen. Es ist wichtig, schnell zu handeln, da die Chancen, verlorenes Geld zurückzuerhalten, mit der Zeit abnehmen können.

Haben Sie Fragen? Nehmen Sie bitte jederzeit gerne Kontakt zu uns auf: Über Anwalt.de oder direkt über die „Kostenfreie Anfrage“ auf www.kryptobetrugshilfe.de.

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